|
Extensive Landwirtschaft und Bevölkerungsexplosion
|
|
|
Obwohl nach Durchschnittsangaben und Studien die Landwirtschaft die Produktion aufgrund der wachsenden Bevölkerung und des wachsenden Einkommens im 20. Jahrhundert so steigern konnte, dass das Angebot eigentlich die Nachfrage decken können müsste, so gibt es dennoch immer noch Hungersnöte. Die Produktion an Lebensmitteln konnte erfolgreich gesteigert werden, da die realen Preise für Weizen und Futtermais in der der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts um durchschnittlich 2-3 Prozent gesunken sind. Global gesehen, gibt es immer weniger Menschen ohne adäquaten Zugang zu ausreichenden Nahrungsmitteln. Diese Durchschnittswerte und Studien lassen aber gewisse Regionen komplett unberücksichtigt und gehen nur von Bevölkerungszahlen und Produktion aus.
In vielen Entwicklungsländern, gerade dort, wo die Bevölkerungszunahme immer weiter geht, wird die Ernährung maßgeblich von politischer Instabilität, unzulänglichen Ernten und zu geringer Kaufkraft beeinflusst. Dem gegenüber stehen natürlich die immer stärker zunehmenden Bevölkerungsmassen. Aber auch in weiter entwickelten Staaten gibt es noch genug Randgruppen, in denen Armut vorherrscht und es den Menschen unmöglich gemacht wird an ausreichende Grundnahrungsmittel zu kommen.
Weltweit gibt es 800 Millionen Menschen, die unterernährt sind – ein erschreckende Bilanz für Industrieländer und Forschungsgruppen.
|
|
|
Entwicklung der Bevölkerung und der landwirtschaftlichen Produktion in der Welt und in Afrika
|
Trotz Bevölkerungswachstum können einige Wissenschaftler in ihren Thesen vertreten, dass die Nahrungsmittelproduktion und somit die aktive Betreibung der Landwirtschaft der Nachfrage bis zum Jahr 2020 an lebensnotwendigen Gütern Stand halten wird. Für die Zeit danach gibt es noch keine detailierten Prognosen. Optimistisch betrachtet geht man von einer zunehmenden landwirtschaftlichen Produktivität und einer abnehmenden Bevölkerung aus. Pessimistischere Betrachtungen befürchten, dass aufgrund des Wassermangels und der begrenzten Bodenressourcen in vielen Ländern, z. B. in Asien der Reisanbau nur noch begrenzt möglich sein wird, so dass es wiederum zu Dürren und Hungernöten führen könnte.
Weltweit aber wird befürchtet, dass der Agrarsektor durch den Klimawandel, der Energiekrise und dem Wassermangel zunehmend negativ beeinflusst wird und kaum mehr Investitionen in diesem Bereich getätigt werden.
|
|
|
Durch die Umweltveränderungen wird der Agrarbereich
stark negativ beeinflusst. Der Boden hat sich zunehmend
verschlechtert durch Probleme wie Erosion, Anreicherung
von Chemikalien, Stauwasser und Versalzung. Nach dem Zweiten
Weltkrieg nahm eine Qualitätsminderung von 23% der
Anbauflächen, der Dauerweiden und Wälder stark
zu. Jährlich gehen 5-10 Millionen Hektar an landwirtschaftlich
nutzbarem Land verloren. Betroffen davon ist auch das bewässerte
Land, das zwar weltweit nur 16% der Anbaugebiete ausmacht,
dort werden aber 40% der Nahrungsmittel der Welt produziert.
Mit diesen ohnehin gravierenden Schwierigkeiten tritt nun
auch noch der Klimawandel in Wechselwirkung.
|
|
Schematische Darstellung der wichtigsten Einflussfaktoren
auf die künftige globale Nahrungsmittelproduktion
|
|
Greenpeace warnt vor „Leben auf Pump“
Laut einer Studie von Greenpeace, die von der „Global
Footprint Networks“ und „New Economic Foundation“
unterstützt wurde, leben die Menschen bereits seit
Jahren ab September auf Pump. Vor allem durch die ständig
wachsende Weltbevölkerung werden viele natürliche
Ressourcen in großem Umfang ständig benötigt.
Diese Menge kann die Erde aber nicht nachproduzieren, die
Kapazitäten sind ausgereizt.
Greenpeace blickt auf unseren „ökologischen Schuldenberg“
und warnt vor dem unnützen und übermäßigen
Gebrauch von natürlichen Ressourcen. Letztlich zerstört
damit der Mensch seine eigene Lebensgrundlage. Zu den deutlichsten,
vom Menschen geschaffene Probleme gehören der Klimawandel,
Überfischung, Abholzung von Wäldern zur Schaffung
neuer Agrarflächen und Bodenerosion.
Greenpeace möchte nun die Industrie und Politik nachhaltig
darauf aufmerksam machen, dass die Wirtschaftsweise dringend
geändert werden muss. Es gibt nach wie vor Menschen,
die in menschenunwürdigen Verhältnissen leben
müssen, obwohl wir unsere Natur schon nach neuen Monaten
jährlich komplett ausgebeutet haben.
Dazu sollen nun Konzepte für global faire Ökonomie
erstellt werden, da die Ausbeutung der Erde immer schneller
erreicht ist, irgendwann kann nicht mehr schnell genug reproduziert
werden und unser „Schuldenberg“ wächst
ins Unermessliche.
|
|
|