Umweltproblematik durch Nutzpflanzen für Energiegewinnung
Ein in unseren Tagen immer wichtiger werdendes Thema ist in diesem Zusammenhang die Umweltproblematik. Viele Landwirte setzen heutzutage bei der Nutzung ihrer Ackerflächen auf den Anbau von zur alternativen Energiegewinnung nutzbaren Brauchpflanzen, wie (im Übrigen zunehmend genmanipulierten) Ölpflanzen, Mais, Raps oder Zuckerrüben. Deutschland kann mit einer Agrarfläche von über 50 Prozent als Agrarland bezeichnet werden. Ein Großteil der Ackerflächen wird nach wie vor für die Aussaat von Körnerfrüchten wie Weizen, Roggen, Gerste und Hafer benutzt. Doch die Orientierung in Richtung der relativ unproblematisch anzubauenden Energiepflanzen ist offensichtlich. Dieser Trend hält sich in Deutschland – auch aufgrund traditioneller Strukturen – noch in zwar stetig wachsenden aber überschaubaren Grenzen, droht er anderswo auf der Welt ganze Landstriche im wahrsten Sinne des Wortes zu verwüsten.
Einseitig genutzte Ackerflächen schaden Ackerland
Eine einigermaßen ausgewogene Verteilung von Energienutzpflanzen und Ackerbau zur Nahrungsmittelproduktion, wie sie in Deutschland vorherrscht, fehlt in vielen Ländern. Das fängt bereits bei unseren europäischen Nachbarn, zum Beispiel Griechenland, Spanien und Portugal an. Hier haben jahrzehntelanger Anbau von Pflanzen, die den Boden stark auslaugen, mangelnder Fruchtwechsel, bedenkenlose Ausnutzung der Grundwasserressourcen dazu geführt, dass Erosion, vor allem auch durch Wind, die ehemals fruchtbaren Ebenen versteppten und die fruchtbare Ackerkrume verschwand. Denselben Effekt, allerdings in potenzierter Form finden wir in Ländern wie Kuba und Haiti, ebenso in den meisten afrikanischen Regionen, in Asien und Südamerika wo sich dieser Effekt zeigt.